Tag-Archiv für 'emanzipation'

Ein verspäteter Rückblick auf die Krisenproteste von M31 und Blockupy

Es ist wieder still geworden. Zumindest was die „revolutionären Umtriebe“ in dieser Republik anbelangt. Eines der letzten großen Zeltlager der sog. Occupy-Bewegung in Deutschland wurde diese Woche in Frankfurt ohne großen Trubel geräumt und auch der im Frühjahr von der radikalen Linken so unendlich beschworene „heiße Sommer der Krisenproteste“ blieb bis auf weiteres aus – bis auf ein paar warme Tage im Juli ist eben nicht nur der Sommer, sondern sind auch gleich die Krisenproteste ausgefallen.
„Aber irgendwas war doch da im Frühling“, wird vielleicht der ein oder die andere einwerfen wollen. Stimmt, da war doch irgendwas gewesen… (mehr…)

Das falsche Spiel

Diese Lyrik zielte inhaltlich mal auf die vorletzte „Strophe“ meiner Gedanken der Einsamkeit. Sie kann aber (und will wohl) auch metaphorisch verstanden werden.

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Changing Mind Paradigms

In meinem letzten Beitrag ging es noch hauptsächlich um das allgemeine Schulsystem. Dass die dort angesprochenen Probleme nicht nur Schulen, sondern auch Hochschulen betreffen, sollte bekannt sein. Wie schlecht es jedoch um die StudentInnenschaft steht, offenbart sich beispielhaft an dem Kommentar eines Studenten, der als Reaktion auf einen Artikel der Politologin Christiane Florin (ebenfalls) auf zeit.de veröffentlicht wurde. (mehr…)

Changing Education Paradigms

An dieser Stelle möchte ich nur kurz ein meiner Meinung nach gelungenes Statement für einen Paradigmenwechsel innerhalb des Bildungssystems dokumentieren. Es ist zudem auch ganz unterhaltsam, weil zeichnerisch ganz nett und zudem ein wenig lustig referiert. Aber seht selbst…

Auch wenn in dem Video kein unmittelbarer, direkter Bezug zur warenförmigen Vergesellschaftung innerhalb der kapitalistisch organisierten Welt angesprochen wird, ist die Analyse weitgehend zutreffend und wäre sogar an vielen Stellen anschlussfähig an eine Kritik am Bildungssystem, die den gesellschaftlichen Zustand mitdenkt. Von daher keine explizit antikapitalistische Kritik, jedoch offen für eine solche und insofern nicht gängig.

Gedanken der Einsamkeit

Diese Art Reflexion stellt eine Momentaufnahme dar. Eine Momentaufnahme des Versuchs meine eigenen Gedanken und Gefühle von Einsamkeit irgendwie zu fassen.

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alle Menschen sind total bescheuert. (mehr…)

Between Resignation und Restvernunft

Ein halbes Jahr habe ich nichts mehr auf diesem Blog veröffentlicht. Vieles, worüber ich mich eventuell hätte auslassen können, schien mir die Aufregung nicht wert, kommentiert zu werden und manchmal fehlte auch einfach die Zeit. Seit November 2010 existiert bea.blogsport.de jetzt schon – die Zeit vergeht schnell. Wohin die Reise gehen sollte, wusste ich damals nicht so genau, nur, dass es mich immer wieder drängte, etwas zu schreiben, was dann nicht kurz darauf für alle Ewigkeit in der Schreibtischschublade verschwinden würde. Thematisch sollte es irgendwie um „das Politische“ und das, was man gemeinhin „Gesellschaft“ nennt, gehen. Dabei war es mir immer wichtig Kritik zu üben, das Spannungsverhältnis zwischen Emanzipation und Knechtschaft im Blick zu behalten.

Werde ich in Zukunft hin und wieder mal Zeit und Muse finden, über das ein oder andere etwas zu schreiben, so wird sich der Charakter des Geschriebenen wohl ein wenig ändern. Die Stoßrichtung wird zwar die gleiche bleiben, der Begriff des Politischen wird soch jedoch öffnen, so dass auch für scheinbar andere Bereiche mehr Platz bleibt. Zu nennen wäre hier vielleicht sowas wie Kunst im weitesten Sinne, aber auch kleinere, um so subjektivere Kommentare zu irgendwelchen unwichtigen Dingen bis hin zu eher persönlichen, dadurch jedoch nicht weniger politischen Themen oder auch Verlinkungen von anderen Blogartikeln, die mir gefallen.

Und warum ich das jetzt hier so darlege? Vermutlich nur, um selber besser zu verstehen, was hier vielleicht noch so passieren wird. Bis dahin viel Durchhaltevermögen mir und allen, die das lesen sollten.

Carlo Giuliani – Märtyrertum der radikalen „Linken“?

Im Juli diesen Jahres kam es rund um den 10. Jahrestag der Tötung des politischen Aktivisten Carlo Giuliani bei den Ausschreitungen 2001 in Genua (anlässlich des G8-Gipfels) zu verschiedenen Protest- und Solidaritätsaktionen in Europa, darunter viele in Deutschland. So tauchten in diversen Städten Stencils mit dem Porträt von Giuliani auf,1 es kam zu Spontandemonstrationen (u.a. in Berlin) sowie zu militanten Aktionen (u.a. in Frankfurt/Main) und (v.a. in Berlin) zu nächtlichen Ausschreitungen und Straßenschlachten mit der Polizei.2

So weit erstmal nichts überaus außergewöhnliches für eine teilweise militant agierende „Szene“. Was jedoch bei mir persönlich für Irritationen sorgte, war das immer wieder auftauchende Motto, mit welchem u.a. auch versucht wurde zu mobilisieren: „Rache für Carlo!“ (mehr…)

AnarchistInnen und Bomben

Die letzten Wochen und Monate waren medial u.a. geprägt von Terrorwarnungen und tatsächlichen Bombenanschlägen, u.a. in den USA, Schweden, aber auch in Italien und Griechenland. Über die letzten beiden Anschläge bzw. Anschlagserien von angeblichen AnarchistInnen wollte ich einen kritischen Artikel verfassen. Nun bin ich jedoch auf einen Text der „Libertären Aktion Winterthur“ gestoßen, mit dessen Kernaussagen ich so weit übereinstimme, dass ich es nun für überflüssig halte noch einen eigenen zu verfassen. Im folgenden möchte ich das besagte Fundstück im Vollzitat übernehmen. (mehr…)