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Ein verspäteter Rückblick auf die Krisenproteste von M31 und Blockupy

Es ist wieder still geworden. Zumindest was die „revolutionären Umtriebe“ in dieser Republik anbelangt. Eines der letzten großen Zeltlager der sog. Occupy-Bewegung in Deutschland wurde diese Woche in Frankfurt ohne großen Trubel geräumt und auch der im Frühjahr von der radikalen Linken so unendlich beschworene „heiße Sommer der Krisenproteste“ blieb bis auf weiteres aus – bis auf ein paar warme Tage im Juli ist eben nicht nur der Sommer, sondern sind auch gleich die Krisenproteste ausgefallen.
„Aber irgendwas war doch da im Frühling“, wird vielleicht der ein oder die andere einwerfen wollen. Stimmt, da war doch irgendwas gewesen… (mehr…)

Occupy – Eine Bewegung zwischen verkürzter Kapitalismuskritik und strukturellem Antisemitismus

„Wir müssen nicht das ganze System verstanden haben, um aktiv zu werden.“1

So unreflektiert diese Aussage auch ist, so sehr trifft sie auf das zu, was man im Moment beobachten kann: Menschen gehen an verschiedenen Orten auf der Welt auf die Straße um sich zu empören und gegen (wahlweise auch für) etwas zu protestieren. Und genau in diesem unbestimmten „Etwas“ liegt ein großes Problem. Die Proteste richten sich gegen alles mögliche. Beispielsweise wird das aktuelle Finanzsystem stark kritisiert, Schuldige für die Krise werden gesucht. Lediglich das marktwirtschaftliche System an sich bleibt unangetastet und wird als eigentliche Ursache von Missständen gar nicht erst mitgedacht. (mehr…)